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Rassenbeschreibung ostfr. Milchschafe

                     Rassenbeschreibung Ostfriesisches Milchschaf
Das Ostfriesische Milchschaf ist ein gross- gewachsenes Schaf mit guter Milchleistung.
Zudem ist es frohwüchsig, frühreif und fruchtbar, sehr aufmerksam und zutraulich.
Vom Ostfriesischen Milchschaf gibt es zwei Farbschläge: Weiss und schwarzbraun; es werden vorwiegend weisse Tiere gezüchtet. Es kommen auch gescheckte Tiere vor.

Geschichte:
Die Geschichte des Milchschafs beginnt bereits um 3000 vor Christus. Aus dieser Zeit ist eine Abbildung eines Schafes das gemolken wird erhalten. Im Jahre 1405 vor Christus findet Schafmilch Erwähnung in der Bibel (5. Mose 32,14). In Homers Odyssee (800 vor Christus) wird vom Schaf als Haustier und Milchlieferant der Zyklopen berichtet. Die genaue Anwendung von Lab wird dann, 350 vor Christus von Aristoteles und Varro beschrieben. Etwa 50 nach Christus schreibt Plinius der ältere voll des Lobes über Schafkäse. Die nachvollziehbare Geschichte des Ostfriesischen Milchschafs beginnt dann mit der Erwähnung der außerordentlichen Größe und höheren Fruchtbarkeit des Ostfriesischen Marschenschafes im Vergleich zu anderen Schafen (1530; in der lateinischen Handschrift „Descriptis Frisiae“ von Ritter Henricus Ubbius). 23 Jahre später schreibt Wilhelm der Voldersgraf ähnliches. Die älteste aus dem deutschsprachigem Raum erhaltene Abbildung eines Schafes das gemolken wird, stammt aus dem Jahre 1682 (aus der Georgica Curiosa). Im Jahre 1800 sind in Ostfriesland zwei Schläge des Marschenschafes bekannt, das kleinere, milchreichere „Einländische oder Groninger Schaf“ und das größere Friesenschaf mit der besseren Wolle. 1850 wird durch Selektion und Kreuzung ein einheitlicher Typ, das „Groninger Marschenschaf“ erzielt. Die erste Milchleistungsprüfung bei Schafen in Ostfriesland findet dann 1889 statt. Ein Jahr später schließen sich die Milchschafzüchter aus dem Kreis Norden zusammen und definieren ein erstes anzustrebendes Zuchtziel. Um 1906 beginnt die Ausbreitung des Milchschafes ins Binnenland. 1912 gründen sieben Ostfriesische Vereine den „Milchschafzuchtverband für Ostfriesland“ und beginnen mit der planmäßigen Herdbuchzucht. 1936 wird die Rasse „Ostfriesisches Milchschaf“ mit dem Reichstierschutzgesetz anerkannt. Aufgrund der weiten Verbreitung in ganz Deutschland wird das Ostfriesische Milchschaf 1979 in „Deutsches Milchschaf“ umbenannt, muss dann (1985) aber wieder in Ostfriesisches Milchschaf umbenannt werden, da der neue Name sich nicht durchsetzen konnte.

Leistung:

Aussehen/Grösse:
Das Ostfriesische Milchschaf ist grossrahmig und kräftig, der  Kopf ist leicht ramsnasig und hornlos.
Kopf und Schwanz sind unbewollt.

  • Altböcke wiegen 110 kg  bis 130 kg 
  • Mutterschafe wiegen 70 bis 100 kg
  • Geburtsgewicht ca. 4,5 kg bis 5,5 kg

    Milchleistung:
    Schafmilch hat ein feines Aroma und ist leicht verdaulich.
    Sie ist mit 5-6% Fett und 4-5% Eiweiss gehaltvoller als Kuhmilch.

    Fruchtbarkeit:
    Ostfriesische Milchschafe gebären im Januar bis März ihre Lämmer.
    Die Tragzeit beträgt ca. 145 Tage.
  • mehrheitlich Zwillingsgeburten, häufiger Drillinge als Einlinge
  • erste Lammung mit 12 - 14 Monaten
    Wolle:
    Die Milchschafe können zwei mal jährlich geschoren werden. Der Wollertrag pro Jahr ist 5 - 7 kg.

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